IIASA-Ausschuss trifft sich an der Universität Salzburg
Wissenschaft über Grenzen hinweg verbinden: IIASA-Ausschuss trifft sich an der Universität Salzburg
Wie können Universitäten und internationale Forschungsorganisationen zusammenarbeiten, um die komplexen Herausforderungen einer sich wandelnden Welt zu bewältigen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines ganztägigen wissenschaftlichen Austauschs an der Universität Salzburg am 6. Oktober, als sich der österreichische IIASA-Ausschuss mit Mitgliedern der Universitätsgemeinschaft traf, um über Forschung, Zusammenarbeit und Möglichkeiten für Forscher und Studierende zu diskutieren.
An dem Treffen nahmen die Universitätsleitung, etablierte Forscher, Nachwuchswissenschaftler und Studierende sowie Mitglieder des österreichischen IIASA-Ausschusses (an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) und Vertreter des IIASA, des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse in Laxenburg bei Wien, teil. Das Programm verband einen hochrangigen strategischen Austausch am Vormittag mit öffentlichen Vorträgen, Diskussionen und Networking am Nachmittag – und schuf so Gelegenheiten, Menschen und Ideen über Disziplinen und Institutionen hinweg miteinander zu vernetzen.
Strategischer Austausch an der Universität Salzburg
Der Tag begann mit einer hochrangigen Gesprächsrunde zwischen Vertretern der Universität Salzburg und dem österreichischen IIASA-Ausschuss. Rektor Bernhard Fügenschuh und die für Forschung zuständige Vizerektorin, Jutta Horejs-Höck, nahmen gemeinsam mit führenden Forschern aus verschiedenen Fachbereichen der Universität sowie Mitgliedern des österreichischen IIASA-Ausschusses, darunter Christian Köberl, als Vorsitzender teil.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen aktuelle Aktivitäten am IIASA, gemeinsame Forschungsinteressen und Möglichkeiten für eine zukünftige Zusammenarbeit. Anstatt sich auf eine formelle Präsentation zu beschränken, bot der Runde Tisch Raum für eine offene Diskussion und dafür, Bereiche zu identifizieren, in denen die Universität Salzburg und das IIASA ihre Verbindungen weiter stärken könnten.
Bei einem Mittagessen wurde der Austausch im informellen Rahmen fortgesetzt. Dabei hatten Forscher*innen und Vertreter*innen verschiedener Disziplinen und Institutionen die Gelegenheit, Gespräche fortzusetzen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Interessen zu erkunden.
Resilienzforschung, Netzwerke und Chancen für Nachwuchswissenschaftler
Am Nachmittag wurde das Programm an die Fakultät für Digitale und Analytische Wissenschaften (DAS) in Itzling verlegt und der Austausch auf ein breiteres Universitätspublikum ausgeweitet. Der Schwerpunkt verlagerte sich auf Resilienzforschung, interdisziplinäre Ansätze und konkrete Möglichkeiten für Forschende und Studierende, mit dem IIASA zusammenzuarbeiten.
Den Auftakt am Nachmittag bildeten Stefan Lang, Dekan der Fakultät für Digitale und Analytische Wissenschaften, und Christian Köberl. Gefolgt von Dimitris Simos, der in seiner Keynote die „Grenzen der Resilienz“ beleuchtete und die Notwendigkeit von Forschungsansätzen, die unterschiedliche Perspektiven zusammenführen, betonte, um komplexen und rasch wandelnden Herausforderungen gerecht werden zu können.
Anschließend widmete sich das Programm den Möglichkeiten für Forscher am IIASA. Fabian Wagner, Dekan für Kapazitätsentwicklung und akademische Ausbildung am IIASA, stellte Wege vor, wie Forscher aller Altersgruppen und Karrierestufen an den internationalen Aktivitäten des Instituts teilnehmen und von dessen interdisziplinärem Forschungsumfeld profitieren können.
Eine Perspektive der nächsten Forschergeneration lieferten Samantha Knights, Assistentin von Fabian Wagner in der IIASA-Abteilung für Kapazitätsentwicklung und akademische Ausbildung (CDAT), sowie Jennifer Hennenfeind, Mitglied der YSSP-Kohorte 2026, die per Videobotschaft zu Wort kam. Der Vortrag bot Einblicke aus erster Hand in das Programm und in die Erfahrungen mit der Arbeit in einem internationalen, interdisziplinären Forschungsumfeld.
Stärkung der Verbindungen zwischen den Institutionen
Die Veranstaltung wurde durch die Zusammenarbeit des MATRIS (Mathematics for Testing, Resilience and Information Security) Science Lab und der Fakultät für Digitale und Analytische Wissenschaften (DAS) ermöglicht. Dimitris Simos’ doppelte Rolle an der Universität Salzburg und im österreichischen IIASA-Ausschuss stellte zudem eine wichtige Verbindung zwischen den beiden Institutionen dar und förderte den Austausch von Perspektiven während des gesamten Tages.
Das Treffen verdeutlichte das umfassende Netzwerk, das das IIASA, die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und wichtige Forschungseinheiten der Universität Salzburg miteinander verbindet. Solche Verbindungen schaffen Möglichkeiten, Fachwissen über institutionelle und disziplinäre Grenzen hinweg auszutauschen, neue Forschungskooperationen zu entwickeln und Wissenschaftlern und Studierenden den Zugang zu internationalen Forschungsmöglichkeiten zu erleichtern.
Der Besuch des österreichischen IIASA-Ausschusses war daher mehr als nur ein Tag voller Vorträge und Diskussionen. Er bot Forschenden und Studierenden eine Plattform, um Vertreter einer internationalen Forschungsorganisation zu treffen, neue Möglichkeiten kennenzulernen und Bereiche von gemeinsamem Interesse zu identifizieren. Gleichzeitig schuf er die Gelegenheit, bestehende Verbindungen zu stärken und den Ausbau zukünftiger Zusammenarbeit zu erleichtern.
Die Universität Salzburg bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Referenten, Organisatoren und Mitgliedern des österreichischen IIASA-Komitees für ihren Beitrag zum Austausch sowie für die offenen und konstruktiven Diskussionen im Laufe des Tages. Wir freuen uns darauf, den Dialog mit der IIASA und ihren Partnern fortzusetzen und auf den geknüpften Verbindungen aufzubauen – über Disziplinen, Institutionen und Forschergenerationen hinweg.
Martina Marx, BA
Administrative Officer
University of Salzburg | Faculty Office of the Faculty of Digital & Analytical Sciences
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